


HP Klein, LEG Saar, und Prof. Dr. P. Doetsch, RWTH Aachen, stellten die Ergebnisse aus dem Vorhaben "Flächenkonstanz Saar" vor.
Am 3. und 4. März 2008 trafen sich 153 Beteiligte aus über 40 REFINA-Forschungsverbünden im Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin zum zweiten Statusseminar des BMBF-Förderschwerpunkts "Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement" (REFINA). Die Veranstaltung widmete sich möglichen Lösungsansätzen zur Erreichung der in der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes formulierten flächenpolitischen Ziele.
Im Mittelpunkt standen das Thema "Kommunikation von Nachhaltigkeit" und verschiedene REFINA-Vorhaben. Mit Aspekten der Kommunikation befassen sich fast alle REFINA-Forschungsvorhaben, sowohl in Bezug auf Prozesse innerhalb der Forschungsverbünde sowie mit den beteiligten Modellstädten und -regionen als auch bei der Entwicklung von Kommunikationsmethoden und -werkzeugen für die Ansprache von Zielgruppen und Milieus zum Transport flächennutzungsrelevanter Erkenntnisse und Botschaften. Daher bestand ein großes Interesse am Austausch über dieses Thema.
Die Kommunikation einer nachhaltigen Flächennutzung, insbesondere flächenpolitischer Nachhaltigkeitsziele, erweist sich – so die bisherigen Erfahrungen – in der Praxis als schwierig. Die Untersuchungen ergaben, dass die meisten Vermittlungsansätze zu komplex angelegt sind und zu viele und zu heterogene Botschaften bzw. zu allgemeine Aussagen transportieren. Wichtige Adressaten wie Kommunalpolitik und -verwaltung, bau- und umzugswillige Privathaushalte, Grundstückseigentümer/innen sowie Wirtschaft, Gewerbe und Einzelhandel werden nur durch eine zielgruppen- und milieugerechte Ansprache erreicht. REFINA kann mit der Entwicklung passender Werkzeuge und strategischer Vorgehensweisen einen wichtigen Beitrag zur Überwindung bestehender Hindernisse leisten, so die Einschätzungen aus den Arbeitsgruppen. Gleichwohl stehen die Bemühungen um eine zielgerichtete und erfolgreiche Kommunikation vielerorts erst am Anfang.
Heinz-Peter Klein (LEG Saar mbH) und Prof. Dr. Peter Doetsch (RWTH Aachen) stellten die Ergebnisse aus dem Vorhaben "Flächenkonstanz Saar" vor. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen Möglichkeiten, im Saarland einen Neuflächenverbrauch von "Null" zu erreichen. Hierfür wurde ein modellhaftes Konzept zur Erreichung einer
konsensgetragenen Flächenkonstanz entwickelt, das einen Mix planerischer, finanzieller und kooperativer Ansätze für die saarländischen Kommunen beinhaltet. Dieses soll Lösungswege für eine Anpassung der Flächeninanspruchnahme an die demografischen Entwicklungen bieten und schließt Vorschläge für staatliche Anreizprogramme zur Reduzierung des Flächenverbrauchs ein.
Ingesamt machte das Statusseminar deutlich, dass Fragen der Kommunikation im Förderschwerpunkt REFINA auch weiterhin thematisiert werden sollten, um eine optimale Verbreitung der in REFINA erarbeiteten Ergebnisse sowie eine Anwendung der REFINA-Produkte in der Praxis des nachhaltigen Flächenmanagements in Kommunen und Regionen zu erreichen. Besonderes Augenmerk ist bei den REFINA-Produkten wie Handreichungen, Leitfäden, Fortbildungsprogrammen, Handbüchern etc. generell auf deren Praxisanwendbarkeit, Lesbarkeit, Übertragbarkeit sowie Anschlussfähigkeit an bestehende Planungen, Vorgehensweisen und Entscheidungsabläufe in den Städten und Regionen zu achten. So kann gezielt an der Überwindung bestehender Steuerungsdefizite, Denkbarrieren und Akzeptanzproblemen angesetzt werden – mit passenden und fachlich fundierten Lösungsansätzen sowie mittels geeigneter Kommunikation.
Ansprechpartner:
Heinz-Peter Klein
Tel.: +49 0681 / 9965 0
h.klein@leg-saar.de
LEG Saar Landesentwicklungsgesellschaft Saarland mbH
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