News |
April 2008
„Neue Konzepte für das Schulhaus von gestern“
Architekturstudenten entwickelten innovative Konzepte für ehemalige Schulhäuser in Neunkirchen und Kleinblittersdorf – Der Ideenwettbewerb fand große Resonanz
Am Dienstag, 22. April 2008, wurde im Saarbrücker Atrium erstmalig der LEG Saar-Preis verliehen. „Neue Konzepte für das Schulhaus von gestern“ hieß der Ideenwettbewerb, den die Landesentwicklungsgesellschaft Saarland, LEG Saar, ausgelobt hatte. Die Ausschreibung richtete sich an junge saarländische Studierende der Fachbereiche Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Raum- und Umweltplanung sowie Siedlungsgeografie. Ihre Aufgabe: Kreative Vorschläge für die alternative Nutzung der Grundschulen Kohlhof in Neunkirchen und Sitterswald in Kleinblittersdorf zu entwickeln. 5000 Euro waren als Preissumme ausgesetzt.
Die Beteiligung war höchst erfreulich. Mehr als 15 detailliert ausgearbeitete Vorschläge hatte die Jury aus Vertretern der LEG Saar, der Architektenkammer, des Umweltministeriums und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) zu begutachten. Bei der Wahl der Sieger fiel die Entscheidung schließlich auf die Entwürfe von Julia Conrad aus Dudweiler und Ines Wirbel aus Merzig (jeweils 1. Preis) sowie Kristina Grossmann aus Friedrichsthal und Christiane Rödel aus Saarbrücken (jeweils 3. Preis). Julia Conrad und Kristina Grossmann hatten sich mit der Schule Kohlhof beschäftigt. Während Conrad eine zukünftige Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes als Stätte für eine „Betreute Seniorenwohngemeinschaft“ empfahl, schlug Grossmann den Umbau zu einem „Familotel“ vor. Die Entwürfe von Ines Wirbel und Christiane Rödel für die Grundschule Sitterswald zeigten eine mögliche Zukunft als Haus für Mehrgenerationen-Wohnen sowie als radfahrergerechte Herberge auf.
Bei der Preisverleihung im Saarbrücker Atrium gab es viel Lob für alle Mitwirkenden. Die Staatsekretäre Albert Hettrich (Wirtschaftsministerium) und Rainer Grün (Umweltministerium), LEG Saar-Geschäftsführer Rudolf Müller, der Präsident der Architektenkammer des Saarlandes Herbert Kiefer und der Leiter des Fachbereiches Architektur der HTW, Prof. Klaus Dieter Köehler, würdigten besonders die positive Teilnahmebereitschaft der Studierenden, die sich in den eingereichten Entwürfen dokumentierte.
Effizientes Flächenmanagement und innovative Revitalisierungskonzepte, in diesem Fall für zwei ehemalige Schulhäuser - die Themenstellung des ersten LEG Saar-Preises - entsprach den grundlegenden Aufgaben, denen die LEG Saar selbst sich seit geraumer Zeit stellt. Hinzu kam die Absicht, Studierende zu fördern, indem sie ihnen Einblicke in wichtige Zusammenhänge, die Vielfältigkeit und auch Komplexität einer solchen Aufgabe verschaffte. „Gleichzeitig können wir vom Denken der jungen Generation lernen. Sie gestaltet die Zukunft unserer Städte und Gemeinden. Ihre Ideen, die Lehre an den Hochschulen und die langjährige Erfahrung der Landesgesellschaften treffen hier zusammen. Insofern ist der LEG Saar-Preis auch ein fruchtbarer Dialog zum Nutzen aller“, sagt Geschäftsführer Rudolf Müller.
Vorbild für den erstmals ausgelobten „LEG Saar Preis 2008“ war der LEG Saar-Preis auf Bundesebene. Ihn gibt es bereits seit vielen Jahren, mit großem Erfolg, wie Prof. Dipl-Ing. Thomas Dilger, der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Landesentwicklungs- und Immobiliengesellschaften, als Gast der Preisverleihung betonte.
Ihr Ansprechpartner:
Heinz-Peter Klein
Telefon +49 0681 / 9965 0
E-Mail zu Heinz-Peter Klein
Landesentwicklungsgesellschaft Saarland mbH
<< zurück zu News
Mehr zum Thema per Download pdf
