Saarbrücken / Merchweiler, 20. August 2009
Die SHS Strukturholding Saar errichtet im Auftrag des Landesbetriebes für Straßenbau, LfS, einen Tunnel als Ersatz für die Straßenbrücke und einen Kreisverkehrplatz in Wemmetsweiler. Diese dann zeitgemäße Verkehrsanlage optimiert den Straßenverkehr, auch für die Fußgänger. Ende August kann die Gesellschaft mit den Bauarbeiten beginnen. So trafen sich heute zum ersten Spatenstich mit Joachim Rippel, Minister für Wirtschaft und Wissenschaft, Thomas Schuck, Geschäftsführer der SHS, Walter Dietz, Bürgermeister von Merchweiler, und Michael Hoppstädter, Direktor des LfS.
„Die Wemmetsweiler Tunnellösung ist für die weitere Entwicklung in der Gemeinde von großer Bedeutung. Sie verbessert die städtebauliche Situation im Wemmetsweiler Ortszentrum ebenso wie die ÖPNV-Infrastruktur als auch die Wegeführung für die Fußgänger“, erklärt Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel. „Das steigert nachhaltig die Standortqualität der Gemeinde. Die Landesregierung investiert große Summen in die Verkehrsinfrastruktur des Saarlandes, wobei unsere Infrastrukturpolitik umfassend ist und keinen Verkehrsträger ausschließt. Denn Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für eine moderne Gesellschaft und für wirtschaftliches Wachstum.“
Die bestehende Straßenbrücke des LfS über die Bahnlinie in Wemmetsweiler muss ersetzt werden. Dabei wird die Verkehrsführung völlig neu gestaltet: Die beiden Kreuzungen südlich und nördlich der Brücke werden durch einen Kreisverkehr auf der Südseite und eine Schleifenfahrbahn ersetzt. Auf Anregung der Gemeinde Merchweiler wird der Landesbetrieb für Straßenbau statt einer neuen Brücke einen rund 60 m langen Tunnel bauen lassen, auf dem für den Straßenverkehr, den ÖPNV und für die Fußgänger ausreichend Raum in einem attraktiven städtebaulichen Umfeld geschaffen wird. Zur Gesamtherstellung und Finanzierung agiert die SHS als Dienstleister der Straßenbauverwaltung. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 10 Mio. Euro. Das Geld bleibt im Land: Fast die gesamte Bausumme wurde – nach EU-weiter Ausschreibung - an saarländische Firmen vergeben.
Rasche Umsetzung …
Die vorgesehene Bauzeit kann durch die halbjährige Vollsperrung der Bahnstrecke nahezu halbiert werden. Wäre ein Gleis der Strecke ständig in Betrieb gewesen, hätten die nötigen Sicherheitsmaßnahmen und das enge Baufeld die Gesamtbauzeit auf über zweieinhalb Jahre getrieben – mit der Vollsperrung wird mit rund 16 Monaten Gesamtbauzeit gerechnet.
Weiterhin erlaubt die große Höhe der Durchfahrt eine sehr elegante Baulösung, die vor allem den Straßenverkehr kaum behindert: Der Tunnel wird unter der bestehenden Brücke gebaut. Danach werden zunächst zwei Fahrbahnen auf dem Tunnel vorläufig freigegeben. Erst dann wird die alte Brücke abgebrochen, darauf die beiden anderen Fahrbahnen hergestellt. So wird eine Unterbrechung des Verkehrsstroms vermieden.
… durch gute Zusammenarbeit
Die hervorragende Kooperation zwischen den Beteiligten (insbesondere DB Netz und Eisenbahnbundesamt, aber auch alle anderen Beteiligten wie die Oberste Straßenbaubehörde und die Planfeststellungsbehörde beim MWW, MfU, LUA und andere, die DB-Fachplanungsdienste bis hin zu den Versorgungsträgern) hat es der SHS als Steuerer und Koordinator und dem LfS möglich gemacht, den engen Zeitplan zur Durchführung des Plangenehmigungsverfahrens in Rekordzeit und zur Fertigstellung der Gesamtplanung einzuhalten.
Voraussichtlich wird das Projekt bis Ende 2010 fertig gestellt sein.
Pressekontakt:
SHS Strukturholding Saar GmbH
Rose Burgard
Tel.: 0681-9965 258
E-Mail zu Rose Burgard
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